Dienstag, 2. Februar 2010

Büchner: Dantons Tod, Woyzeck - Unterrichtsreihen

Heute habe ich das Manuskript eines neuen Lehrerheftes abgeschlossen, das in einigen Monaten im Verlag Krapp & Gutknecht erscheinen soll. Es enthält Material zu zwei Unterrichtsreihen (oder Unterrichtseinheiten). Ich stelle hier das Inhaltsverzeichnis vor:


Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1. Georg Büchner (allgemein)
A Georg Büchners Leben
B Die politische Lage zur Zeit Büchners
C Büchners Werke
 - Der Hessische Landbote
 - Dantons Tod
 - Lenz
 - Leonce und Lena
 - Woyzeck
D Büchner in der Literaturgeschichte
E Materialien zu beiden Unterrichtseinheiten
- Brief an die Braut (Anfang 1834: Fatalismusbrief)
- Brief an die Familie (28. Juli 1835)
- Auszug aus „Lenz“ (zur Literaturtheorie)
- Auszug aus „Lenz“ (Themen: Ruhe, Wahnsinn)
- Auszug aus „Leonce und Lena“ (III 3: Automatenrede)
- Georg Büchner: Probevorlesung „Über Schädelnerven“
- Ursula März: Pilger, Pfarrer, Promis. Poetik des Authentischen
2. Unterrichtseinheit „Dantons Tod“
A Didaktische Überlegungen
- Verständnis des Dramas – Aspekte
- Ziele des Unterrichts
- Überlegungen zum Gang des Unterrichts
- Analytische und produktive Arbeitsformen
- Einsatz des Films
B Untersuchungen zum Text
- Danton und seine Freunde: ihr Porträt in I 1
- Exposition: Akteure und Themen (I 1 und I 2)
- Politische Rhetorik Robespierres in I 3
- Robespierre (I 6 – Analyse im Überblick)
- Der Gang des Geschehens
- Der Kampf der Revolutionäre – Aspekte
- Analyse II 7
- Danton im Angesicht des Todes (im Wesentlichen ab III)
- Marion, Lucile, Julie – drei Frauengestalten
- Die Lieder in „Dantons Tod“, exemplarisch untersucht
- Figurenkonstellation und Figuren
C Materialien
- Lektürekontrolle 1. Akt
- Offene Form des Dramas
- Anleitung zur Szenenanalyse
- Das revolutionäre Geschehen (historischer Hintergrund)
- Vorlagen der Lieder in „Dantons Tod“
- Hans Mayer: Thermidorstimmung
- Max Weber: Politik als Beruf (Auszug)
D Klausuren (mit Lösungserwartung)
- Vergleichende Analyse zweier fiktionaler Texte
- Analyse eines Sachtextes mit weiterführendem Schreibauftrag
3. Unterrichtseinheit „Woyzeck“
A Didaktische Überlegungen
- Zum Verständnis des Dramas – Aspekte
- Ziele des Unterrichts
- Zum Verlauf des Unterrichts
- Arbeitsformen, Arbeitsergebnisse, Arbeitsvorschläge
- Woyzeck-Inszenierungen in Schulen
- Der Film „Woyzeck“ von Werner Herzog
- Weitere Hilfsmittel
B Erläuterungen zum Text
C Untersuchungen zum Text
- Der Doctor und Woyzeck: Subjekt und Objekt (8. – 10.)
- Woyzeck und der Hauptmann (5. und 9.)
- Die 3. Szene - Aspekte einer Szene
- Funktion der Lieder – exemplarisch untersucht
- Vergleich der 4. Szene mit Faust I, „Abend“
- Der Gang des Geschehens
- Marie zwischen zwei Männern: Woyzeck und Tambourmajor
- Woyzecks Sprachlosigkeit
- Arbeit mit dem Wörterbuch – methodische Übungen
- Was der Narr sagt – methodische Übungen
- Sprachliche Handlungen bestimmen – methodische Übungen
- „Woyzeck“ als offenes Drama – verschiedene Arten von Szenen
- Büchners Literaturtheorie
- Woyzeck – Figur und Figurenkonstellation
- Todessignale
D Materialien
- Lektürekontrolle 1. – 18. Szene
- Die wunderliche Gasterei (zu Blutwurst-Leberwurst, 17.)
- Goethe: Faust I, Szene „Abend“ (zum Vergleich mit 4.)
- Reinhard Lindenhahn: Dialog-Theorie
- Fragen zu einer Inszenierung des Stücks – beantwortet von Christian Stückl
- Marius von Mayenburg im Gespräch über Thomas Ostermeiers „Woyzeck“-Inszenierung
- Der Himmel über Marzahn (Rezension von Ostermeiers Inszenierung)
- Wir sind wir (Rezension von Volker Löschs Inszenierung)
- Werner Morlang: Wer und wer? – Mensch ist Mensch (Beispiel produktiven Arbeitens)
E Klausuren (mit Lösungserwartung)
- Analyse eines fiktionalen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag
- Vergleich zweier fiktionaler Texte mit weiterführendem Schreibauftrag
4. Sonstige Hilfsmittel
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Was daraus wirklich wird, wird man spätestens im Juni 2010 sehen, hoffe ich. kann man inzwischen sehen (2. Juli 2010).
Eine kleine Nachbemerkung: Fast alle, die sich mit Büchner beschäftigen, erheben ihn in den Himmel der absoluten Genialität. Nun war er sicher ein hoch begabter Mann, ein entschlossen Handelnder - aber der frühe Tod verleitet einen dazu, etwas als Lebenswerk zu betrachten, was doch erst in freilich sehr beachtlichen Bruchstücken und auch noch unausgegoren vorhanden war. - Zum Vergleich denke man sich den nicht weniger begabten Goethe mit 23 Jahren, also etwa Ende 1772 gestorben: Einige der großen Hymnen wären uns geblieben, aber nicht einmal "Die Leiden des jungen Werthers"! Was hätten wir von einem Büchner erwarten dürfen, der 60, 70 Jahre alt geworden wäre!?

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