1. Wichtiger als ein Lob ist es, dass Kinder selber ihre Erfahrungen für gut befinden.
2. Positives Verhalten soll man nicht noch einmal mit Lob verstärken wollen, weil dieses Lob dann von der Sache selbst ablenkt (-> Aufmerksamkeit gewinnen). Das Gleiche gilt für das, was Kinder aus eigenem Antrieb tun.
3. Auch Tadel ist wenig effektiv – besser ist es, mit Kindern über die Bedürfnisse anderer zu sprechen.
4. Übermäßig gelobte Kinder werden unsicher (-> fragen mit zunehmendem Alter, ob sie wirklich so getröstet werden müssen).
5. Man sollte eher die Art, an Probleme heranzugehen, als ein bestimmtes „Können“ loben; Jungen vertragen ein Lob des Könnens aber anscheinend besser als Mädchen.
6. Übertriebenes Lob konfrontiert Kinder mit unrealistischen Erwartungen der Erwachsenen.
7. Sparsames Loben ist effektiver als häufiges Loben.
8. Sparsames Loben macht die Kinder nicht von der Droge Lob abhängig.
9. Vergleichendes Loben ist problematisch; es macht Kinder zu schlechten Verlierern und stellt den Sieg im Wettkampf vor das Bemühen um die Sache.
10. Kinder sollten wissen, dass ein Lob nichts über ihren Wert als Mensch aussagt.
Zitierte oder genannte Autoren:
Herbert Renz-Polster (Heidelberg)
Joan Grusec (Toronto)
Carol Dweck (Uni Standord)
Jennifer Henderlong (Reed College, Oregon)
Mark Lepper (dito)
Emrah Düzel (Magdeburg)
Leann Birch (Uni Pensylvania)
Herbert Scheithauer (Berlin)
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