Dienstag, 23. März 2010

Meisterstück von Rüttgers & Sommer

Erneut ist es der NRW-Regierung oder -Schulverwaltung gelungen, durch eine kleine praktische Sparmaßnahme Chaos in die Schulen zu tragen: Die neuen Referendare werden am 1. September 2010 eingestellt (spart einen Monat Referendarsgehalt), obwohl das neue Schuljahr am 30. August beginnt. Das klingt harmlos, aber
- die Stundenpläne der (Klassen und) Lehrer, also auch der Fachleiter müssen schon zum 30. August (bzw., sagen wir mal, bis 23. August stehen),
- die Entlastung der Fachleiter hängt von der Anzahl der von ihnen betreuten Referendare ab,
- und wie viele Referendare diese zu betreuen haben, also wie viel Entlastung vom Unterricht sie bekommen, wird man irgendwann Anfang September wissen (wenn man weiß, wer wohin verteilt wird und wer seinen Dienst nicht antritt),
- weshalb dann die Stundenplaner an den Schule gleich wieder neue Pläne machen dürfen, in denen die reale Stundenzahl der Fachleiter berücksichtigt und der für sie ausfallende Unterricht anderweitig verteilt werden muss.
Fazit: Was wie eine Kleinigkeit aussieht, nämlich wie "bloß zwei Tage nach Beginn des Schuljahrs", ist in der Realität der Schule mit ihrer Planungszeit keine Kleinigkeit, sondern ein mittleres Chaos. Aber das macht nichts, der Arbeiterführer Rüttgers kann nicht auch noch auf die Schulen Rücksicht nehmen, dafür hat er Frau Sommer, und die hat in ihrem Haus nichts zu sagen, da hat der Staatssekretär das Sagen. Also: Es war keiner ..., on et is noch emmer joot jejange ... und wir in NRW sind ein Aufsteigerland, wenn man den Plakten der FDP zur Landtagswahl 2010 glauben darf - also, was soll's?

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