Freitag, 18. Juni 2010

Zeit und Zeitmanagement in der Schule

Ich habe (vor meiner Pensionierung) die Schule wesentlich als ein Zeitproblem erlebt. Das bedeutet zweierlei: Einmal musste ich mich mit meiner Arbeit in einen vorgegebenen Rahmen von Terminen einordnen; diese Termine legten mein Handeln fest, ohne dass sie immer der Logik meines Handelns (Unterrichtens) entsprochen hätten - sie waren einfach von außen vorgegeben (Wandertage, Klausurtermine, Notentermine ...). Zweitens fehlte mir oft die Zeit, Dinge so gründlich zu untersuchen, wie sie es verdient hätten; Themen zu wiederholen, die es nötig gehabt hätten; Zeit für Schüler zu haben, die meine Zeit gebraucht hätten; Zeit für das Gespräch mit Kollegen zu haben, ohne in der Hektik der Pause zwischen Kopieren und Essen (nebst Toilettenbesuch) nur ein paar Bemerkungen machen zu können.

Es gibt jetzt ein Buch von Otto Hansmann: Vom Zeitmanagement im Schulunterricht, Münster 2009.
Das Buch ist sehr schlau und auch theoretisch fundiert, wenn nicht überlastet - aber vielleicht hilft es ja doch, den Blick zu klären, damit man die Zeit, die man für die Lektüre braucht, wieder einholt?
Ich gestehe, ich kenne es nicht - man kann sich aber einen Eindruck im Inhaltsverzeichnis, Vorwort und auf weiteren Seiten verschaffen: http://www.e-cademic.de/data/ebooks/extracts/9783830921387.pdf

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