Samstag, 10. Juli 2010

Wechsel zu wordpress

Dieses dämliche Blog ist nicht imstande,
einen aus einem word-Dokument kopierten Text aufzunehmen.
Ich wechsele daher erneut und kreie als Nachfolger das Blog
http://norberto68.wordpress.com/

Der Name kommt daher, dass ich derzeit als Jahrgang 42 ein alter 68er bin. Und dabei soll es jetzt auch bleiben.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Lehrerheft zu Büchner: Dantons Tod, Woyzeck

Mein Lehrerheft zu Büchners Dramen "Dantons Tod" und "Woyzeck" ist gerade bei Krapp & Gutknecht erschienen; heute habe ich die Belegexemplare bekommen.

Sich auf das Examen vorbereiten - Examensarbeit schreiben

Auf die Frage C.s, wie sie sich besser auf die Examensarbeit konzentrieren könne, ihr falle einfach nichts ein, habe ich und dann meine Tochter Hanna Folgendes geantwortet:

Was deine Frage zur Konzentration beim Schreiben angeht:
1. Mir hilft es, wenn ich die Gliederung dessen, was ich schreiben möchte, vorher notiert habe; dann kann ich den Text am Rechner entfalten. Aber am Rechner denken (= sortieren), das ist zu viel!
2. Nach zwei Stunden hast du eo ipso eine Pause von mindestens 15 Minuten verdient (und nötig!); da solltest du abschalten, etwas anderes tun, etwas trinken, dich bewegen (Gymnastik!). Und nach zweimal zwei Stunden brauchst du eine größere Pause: einkaufen o.ä. Mehr als fünf solcher Zwei-Stunden-Einheiten gibt ein normaler Arbeitstag nicht her, damit hast du ihn randvoll gepackt!

Eine Erfahrung: Beim Schreiben kommen einem neue Ideen; diese solltest du unbedingt notieren (oder farbig in den Text eintragen), um später die eigene Gliederung vielleicht noch umzukrempeln.
Was das Schreiben angeht, so ist das heute ja viel einfacher als früher: Man kann am Rechner so leicht einen Text überarbeiten, wie man es früher nie zu träumen gewagt hätte. Also: schreiben! Und dann später noch einmal überarbeiten: "Ist es das, was ich sagen will?"

„Schüler lernen Lernen“: Das ist der Titel eines wichtigen Buches von Regula D. Schräder-Naef (Beltz Verlag, 3. Aufl. 1987, in der 19. Auflage im Jahr 2000 unter dem Titel „Rationeller Lernen lernen“ erschienen). Eine Linksammlung: http://norberto42.kulando.de/post/2007/09/13/lerntipps

Erfahrungen meiner Tochter aus ihrem gerade bestandenen Examen:

I. Erst mal natürlich die allgemeinen Tipps zur Organisierung des Lernstoffs:
Zeitplan machen - wann ist Examen, wie viele Wochen/Monate sind bis dahin, bis wann will ich erstmals mit dem Stoff durch sein, wie viele Monate/Wochen hab ich bis dahin, Lernstoff auf diese Monate/Wochen aufteilen und immer zu Wochenbeginn den Lernstoff der Woche auf die Tage aufteilen.
Dabei:
- Wiederholung einplanen (z.B. immer am Abend den Stoff des Tages oder am nächsten Morgen eine kurze Analyse: wo steh ich gerade o.ä.)
- Abwechslung einplanen (Lernphasen und Anwendungsphasen (Aufgaben/Übungen u.ä.), ggf. Lerngruppe zu Abprüfung des Stoffes, aber nicht mit engen Freunden, sondern besser mit Leuten, die man nur flüchtig kennt und die auf einem ähnlichen Lernlevel sind
- System verwenden, mit dem man selbst klarkommt (Karteikarten oder Skripte schreiben, in denen man alles zusammenfasst; selbst Diagramme erstellen etc)

II. Wenn man merkt, dass man grad nichts aufnimmt: aufhören! Nicht dasitzen und das Buch anstarren, sondern dann raus, Sport machen oder sonstige Dinge machen, die erledigt werden müssen, wie spülen/putzen u.ä.!

III. Aufpassen, dass man sich abends oder am WE noch Zeit zur Entspannung nimmt für Sport/Freunde treffen! Lieber 8 h am Tag konzentriert arbeiten und dann abends noch was Schönes machen, als dass man jeden Tag 10 h dasitzt und nichts schafft, weil man immer frustrierter wird.

IV. Nur dann mit Leuten aus dem Semester über das Examen reden, wenn das einen nicht kirre macht! Ansonsten solche Gespräche, die einen verrückt machen, konsequent vermeiden!

V. Weiß nicht, inwiefern das jetzt für Jura nur gilt oder man das verallgemeinern kann: Probeklausuren schreiben und die Korrektur sorgfältig durcharbeiten, egal wie frustrierend das ist, weil man nichts gekonnt hat. Dabei ganz ehrlich zu sich selber sein und sich eingestehen, was man nicht konnte und warum. Ggf. selbe Klausur noch mal schreiben und versuchen, es jetzt richtig zu machen.

VI. Noch zur Zeitplanung: realistisch planen und Pufferzeiten einplanen.
Und herausfinden, wie man am besten lernt und dementsprechend das Lernen ausrichten (besser morgens/nachmittags/abends; besser in der Bibliothek oder besser zu Hause; Stör-/Ablenkungsquellen ausschalten)!

P.S. Ich verweise ausdrücklich auf den Kommentar (mit Link!) zu diesem Beitrag.

C. schrieb mir am 1. Juli:
Ich glaube, dass ich heute "die" Lösung gefunden habe. Meine Freundin, die Jura studiert und im Moment ihr Häusliche Arbeit schreibt, hat mich davon überzeugt, heute mal mit in die juristische Bibliothek zum Lernen zu gehen. Es gefiel mir erstaunlicherweise richtig gut dort, sodass ich konzentriert meine Aufgaben angehen konnte, ohne von anderen Dingen abgelenkt zu werden. Nach dem Lernen bin ich joggen gegangen und nun bin zufrieden und entspannt.
Wenn ich die nächsten Tage/Wochen weiter in diesem Rythmus arbeiten kann, bin ich echt glücklich!