Montag, 14. Januar 2019

das Lernen lernen - ein alter Hut!


Was man in der Schule lernt, ist doch natürlich nur wenig, nur ein geringer Teil dessen, was man für eine fruchtbare Wirksamkeit im leben zu lernen hat.Es kommt daher besonders darauf an, daß das in der Schule Gelehrte, was es auch sein mag, in einer Weise glehrt werde, die bei dem lernenden Schüler die Lust des Lernens weckt und anregt und ihn in den Stand setzt, die Mittel des selbständigen Weiterlernens, soweit sie ihm erreichbar sind, leicht zu finden und mit Geschick und Erfolg zu benutzen, mit einem Wort, daß der Schüler in der Schule das Lernen lernt.“
Dieser kleine Auszug aus den Lebenserinnerungen von Carl Schurz, 1. Band, 1906, S. 53 f. (https://archive.org/details/lebenserinnerung11schu/page/52) zeigt, wie „alt“ manches ist, das uns als neu verkauft wurde. - Ich empfehle, die ganze Passage S. 53 – 59 und S. 67 ff. zu lesen, vielleicht sogar das ganze dritte Kapitel (S. 52 ff.).

Mittwoch, 9. Januar 2019

Autobiografie des hl. Rocks zu Trier - eine literarische Form


Die Selbstbiografie des heiligen Rocks zu Trier (https://archive.org/details/bub_gb_YhIDAAAAcAAJ/page/n3, durch Klicken auf die Seiten umblättern, unten rechts das Bild vergrößern) ist eine kleine Köstlichkeit – soll hier aber nur genannt werden, um auf eine Möglichkeit des Schreibens im Deutsch- bzw. Literaturunterricht hinzuweisen.
Das Schriftchen ist 1845 im Anschluss an die Polemik geschrieben worden, die der katholische Priester Johannes Ronge durch seinen offenen Brief an den Bischof von Trier 1844 losgetreten hat; in diesem Brief (https://archive.org/details/bub_gb_C75DAAAAYAAJ/page/n19 ) hat Ronge gegen die Wallfahrt zum heiligen Rock in Trier gewettert. Später wurde Ronge übrigens exkommuniziert und hat dann seinen eigenen Verein aufgemacht, aber das gehört nicht hierhin.