Montag, 15. Juli 2019

Grundproblem der Didaktik


Man sieht (...), wie gern die Menschen ihren Zweck nur auf eigene Weise erreichen möchten, wie viel Not man hat, ihnen begreiflich zu machen, was sich eigentlich von selbst versteht, und wie schwer es ist, denjenigen, der etwas zu leisten wünscht, zur Erkenntnis der ersten Bedingungen zu bringen, unter denen sein Vorhaben allein möglich wird.
http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0171%3Atext%3DSoph. 

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Montag, 8. Juli 2019

Warum Rezensionen meistens nichts taugen

Oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein in der SZ angepriesenes Buch mich total enttäuscht hat, dass ich mich zum Lesen zwingen musste und trotzdem nicht über Seite 40 hinausgekommen bin. Jetzt habe ich bei Schlegel eine Erklärung dafür gefunden:

Wenn wir nur recht viel klassische Leser hätten: einige klassische Schriftsteller, glaube ich, fänden sich noch wohl. Sie lesen viel und vieles; aber wie und was? Wie viele gibt es denn wohl, welche, nachdem der Reitz der Neuheit ganz vorüber ist, zu einer Schrift, die es verdient, immer von Neuem zurückkehren können; nicht um die Zeit zu tödten, noch um Kenntnisse von dieser oder jener Sache zu erwerben, sondern um sich den Eindruck durch die Wiederholung schärfer zu bestimmen und um sich das Beste ganz anzueignen? So lange es daran fehlt, muß ein reifes Urtheil über die geschriebenen Kunstwerke unter die seltensten Seltenheiten gehören.“ Schlegel (in: Akkorde Deutscher Classiker über Philosophie des Lebens, Carlsruhe 1818, S. 129 = § 261, http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3129/pdf/AkkordeClassikerPhilo-1818.pdf)

Montag, 1. Juli 2019

Die Bedeutung des Wortes

Das ist der Titel eines klugen Buches von Karl Otto Erdmann (Leipzig 1900), das leicht verständlich erklärt, was es mit der Bedeutung der Wörter auf sich hat (https://archive.org/details/diebedeutungdesw00erdm/page/114); leider muss man die Frakturschrift lesen können, um sich das Buch einzuverleiben - aber vielleicht wäre hier auch ein Anlass, die Fraktur lesen zu lernen? So schwer ist es nicht, nach drei, vier Seiten Buchstabieren sollte man es eigentlich können.
Auf der verlinkten Seite beginnt Erdmann, die Problematik des Gebrauchs von Fremdwörtern zu diskutieren.